Die besten D-Junioren-Teams aus Hessen ermittelten am Sonntag,
20. Juni 2010, auf den Sportanlagen von SC Viktoria
und SV St. Stephan Griesheim ihren Hessenmeister auf dem
Kleinfeld. Insgesamt 16 Mannschaften qualifizierten sich aus allen sechs
Regionen des Verbandsgebietes Hessen. Vorab möchten wir uns bei den
Gastgebern aus Griesheim für die tolle Organisation und hervorragende
Bewirtung bedanken.
Verbandsjugendwart Carsten Well (Romrod) verdeutlichte den
Hintergrund der Meisterschaft mit Kleinfeldmannschaften: „Im Hinblick
auf die
baldige Einführung des Spielens auf dem verkürzten Spielfeld in dieser
Altersklasse wollen wir in der Öffentlichkeit wichtige
Überzeugungsarbeit
leisten, dass kleinere Spielfelder gleichzeitig höhere Anforderungen an
alle
Bereiche der Ausbildung der Spieler stellen.
Aus unserer Sicht waren alle Beteiligte gespannt auf das
Verhalten unseres Teams. Alle Spieler hatten am Tag zuvor mit den
jeweiligen
Stützpunkten beim Tag des Talents einen langen Turniertag in Grünberg
hinter
sich gelassen.
In der Gruppenphase trafen wir auf SKV Bnüttelborn, SV
Haimbach und die TSV Korbach. Von Beginn an wurde deutlich, dass unsere
Jungs
bei diesem Turnier ein Wort mitreden wollten und gingen souverän mit
einem
Torverhältnis von 7:0 als Gruppenerster in die Meisterrunde. In dieser
Meisterunde qualizierten sich die ersten beiden Teams für das
Halbfinale. Die
Qualität des Turniers zeigte sich an unseren Gegnern. Im ersten Spiel
trafen
wir auf die TSG Wieseck. Von Beginn an wurde klar, dass wir heute auf
einem
anderen Niveau spielten. Mit einem 2:0 hatten wir uns eine guten
Ausgangslage
in dieser Vierergruppe geschaffen. Im zweiten Spiel hatten wir den KSV
Baunatal
als Gegner. Das körperlich robuste Teams aus Oberhessen hatte aber gegen
die
schnelle Spielweise unserer Jungs nichts entgegen zu setzen und mussten
sich
mit 3:0 geschlagen geben. So ging es im letzten Gruppenspiel gegen
Eintracht
Frankfurt. Unser Team musste nicht vor diesem Derby extra motiviert
werden.
Alle Spieler wollten zeigen, dass auf dem Kleinfeld der Faktor
„Körpergröße"
nicht den Stellenwert wie auf dem Großfeld hat. Mit einer geschlossenen
Mannschaftsleistung, schnellem Spiel nach vorne und großer Kampfkraft
konnten
wir heute die Eintracht mit 2:1 bezwingen.
Im Halbfinale war Victoria Griesheim unser Gegner. Gegen die
körperlich starken Griesheimer, welche in dieser Saison im Bezirk
Darmstadt
alles gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab (Bezirksmeister,
Regionalpokal,
Hallenmeisterschaft) sollte nun der Weg ins Finale gelegt werden. Auch
das gute
Team aus Griesheim fand kein Mittel gegen unser schnelles direktes Spiel
nach
vorne. Am Ende siegten wir deutlich mit 3:0 im Halbfinale.
Unser Finalgegner war wieder Eintracht Frankfurt. Diese
hatten in ihrem Halbfinale das starke Teams vom FSV Frankfurt bezwungen.
Im
Finale sollte sich nun zeigen, ob die Eintracht uns im Spiel der
Meisterrunde
nur unterschätzt hat und nun die Verhältnisse wieder gerade rücken kann.
Die
Eintracht zeigte durch harten Körpereinsatz, dass dies der Fall sein
sollte.
Was die Eintracht aber unterschätzte, war der heutige Siegeswillen
unseres
Teams. Unsere Jungs legten im Vergleich zum ersten Spiel gegen die
Eintracht
noch eine „Schippe" drauf und ließen der Eintracht keine Chance. So
gingen wir
schnell mit 2:0 in Führung. Bemerkenswert war, dass wir im laufe des
Spiels dem
3:0 näher waren, als die Eintracht dem Anschlusstreffer. So blieb es bei
einem
für die Eintracht schmeichelhaften 2:0 im Finale.
Im kleinen Finale bezwang der FSV Frankfurt die Viktoria aus
Griesheim und machte damit die Stärke der Region Frankfurt in dieser
Altersgruppe deutlich.
Fazit: Unsere Jungs haben heute ein hervorragendes Turnier
gespielt und verdient den Hessencup 2010 gewonnen. Für alle anwesenden
Eltern
wurde deutlich, dass die Philosophie vom JFC Früchte getragen hat. Die
Ausbildung im Bereich der Technik und den individuellen Stärken der
Spieler
wurde bei diesem Kleinfeldturnier sehr deutlich sichtbar. Die
geschlossene
Mannschaftsleistung und die vielseitige Einsetzbarkeit eines jeden
einzelnen
Spieler machte heute den Unterschied zu den vielen regionalen Top-Teams aus.
Wenn
es uns in der nächsten Saison gelingt, diese Stärken auch auf das
Großfeld zu
transportieren, werden wir noch viel Freude mit unseren Jungs und
Trainern
haben. Zudem sich im Laufe der Zeit der Faktor „Körpergröße"
relativieren
wird.