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D1 gewinnt verdient den Hessencup 2010 Drucken
Geschrieben von Michael Dechert   
Samstag, 19. Juni 2010

Die besten D-Junioren-Teams aus Hessen ermittelten am Sonntag, 20. Juni 2010, auf den Sportanlagen von SC Viktoria und SV St. Stephan Griesheim ihren Hessenmeister auf dem Kleinfeld. Insgesamt 16 Mannschaften qualifizierten sich aus allen sechs Regionen des Verbandsgebietes Hessen. Vorab möchten wir uns bei den Gastgebern aus Griesheim für die tolle Organisation und hervorragende Bewirtung bedanken.

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Verbandsjugendwart Carsten Well (Romrod) verdeutlichte den Hintergrund der Meisterschaft mit Kleinfeldmannschaften: „Im Hinblick auf die baldige Einführung des Spielens auf dem verkürzten Spielfeld in dieser Altersklasse wollen wir  in der Öffentlichkeit wichtige Überzeugungsarbeit leisten, dass kleinere Spielfelder gleichzeitig höhere Anforderungen an alle Bereiche der Ausbildung der Spieler stellen.

Aus unserer Sicht waren alle Beteiligte gespannt auf das Verhalten unseres Teams. Alle Spieler hatten am Tag zuvor mit den jeweiligen Stützpunkten beim Tag des Talents einen langen Turniertag in Grünberg hinter sich gelassen.

In der Gruppenphase trafen wir auf SKV Bnüttelborn, SV Haimbach und die TSV Korbach. Von Beginn an wurde deutlich, dass unsere Jungs bei diesem Turnier ein Wort mitreden wollten und gingen souverän mit einem Torverhältnis von 7:0 als Gruppenerster in die Meisterrunde. In dieser Meisterunde qualizierten sich die ersten beiden Teams für das Halbfinale. Die Qualität des Turniers zeigte sich an unseren Gegnern. Im ersten Spiel trafen wir auf die TSG Wieseck. Von Beginn an wurde klar, dass wir heute auf einem anderen Niveau spielten. Mit einem 2:0 hatten wir uns eine guten Ausgangslage in dieser Vierergruppe geschaffen. Im zweiten Spiel hatten wir den KSV Baunatal als Gegner. Das körperlich robuste Teams aus Oberhessen hatte aber gegen die schnelle Spielweise unserer Jungs nichts entgegen zu setzen und mussten sich mit 3:0 geschlagen geben. So ging es im letzten Gruppenspiel gegen Eintracht Frankfurt. Unser Team musste nicht vor diesem Derby extra motiviert werden. Alle Spieler wollten zeigen, dass auf dem Kleinfeld der Faktor „Körpergröße" nicht den Stellenwert wie auf dem Großfeld hat. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, schnellem Spiel nach vorne und großer Kampfkraft konnten wir heute die Eintracht mit 2:1 bezwingen.

Im Halbfinale war Victoria Griesheim unser Gegner. Gegen die körperlich starken Griesheimer, welche in dieser Saison im Bezirk Darmstadt alles gewonnen hatten, was es zu gewinnen gab (Bezirksmeister, Regionalpokal, Hallenmeisterschaft) sollte nun der Weg ins Finale gelegt werden. Auch das gute Team aus Griesheim fand kein Mittel gegen unser schnelles direktes Spiel nach vorne. Am Ende siegten wir deutlich mit 3:0 im Halbfinale.

Unser Finalgegner war wieder Eintracht Frankfurt. Diese hatten in ihrem Halbfinale das starke Teams vom FSV Frankfurt bezwungen. Im Finale sollte sich nun zeigen, ob die Eintracht uns im Spiel der Meisterrunde nur unterschätzt hat und nun die Verhältnisse wieder gerade rücken kann. Die Eintracht zeigte durch harten Körpereinsatz, dass dies der Fall sein sollte. Was die Eintracht aber unterschätzte, war der heutige Siegeswillen unseres Teams. Unsere Jungs legten im Vergleich zum ersten Spiel gegen die Eintracht noch eine „Schippe" drauf und ließen der Eintracht keine Chance. So gingen wir schnell mit 2:0 in Führung. Bemerkenswert war, dass wir im laufe des Spiels dem 3:0 näher waren, als die Eintracht dem Anschlusstreffer. So blieb es bei einem für die Eintracht schmeichelhaften 2:0 im Finale.

Im kleinen Finale bezwang der FSV Frankfurt die Viktoria aus Griesheim und machte damit die Stärke der Region Frankfurt in dieser Altersgruppe deutlich.

Fazit: Unsere Jungs haben heute ein hervorragendes Turnier gespielt und verdient den Hessencup 2010 gewonnen. Für alle anwesenden Eltern wurde deutlich, dass die Philosophie vom JFC Früchte getragen hat. Die Ausbildung im Bereich der Technik und den individuellen Stärken der Spieler wurde bei diesem Kleinfeldturnier sehr deutlich sichtbar. Die geschlossene Mannschaftsleistung und die vielseitige Einsetzbarkeit eines jeden einzelnen Spieler machte heute den Unterschied zu den vielen regionalen Top-Teams aus. Wenn es uns in der nächsten Saison gelingt, diese Stärken auch auf das Großfeld zu transportieren, werden wir noch viel Freude mit unseren Jungs und Trainern haben. Zudem sich im Laufe der Zeit der Faktor „Körpergröße" relativieren wird.